Workshopwoche im SoSe 2016

Auch im Sommersemester 2016 blieb die Workshop-Woche an der MSD wieder ihrem Motto “learning by doing” treu. Vom 25. bis zum 27. Mai erhielten die Studierenden in den Workshops einen Einblick in die Praxis. Die Themen reichen dabei von Gouache, Fotografie über Plakat bis hin zu Methoden und Sound Design.

SoSe_2016_01

Sound & Recording: Bernward Müller

In einem dreitägigen Workshop erlernen die Teilnehmer den kreativen Umgang mit Sounds in ihrer direkten Umgebung. Von der Konzeption über die Aufnahme bis zur Bearbeitung der Samples. Der Workshop hat eine theoretische und eine praktische Komponente. Auf theoretischer Ebene werden die akustischen und elektroakustischen Phänomene untersucht.Im praktischen Teil werden in kleinen Gruppen field recordings im öffentlichen Raum aufgenommen, später bearbeitet und besprochen. Der Schwerpunkt liegt in der Verwendbarkeit in audiovisuellen Produkten.

Christian Diehl: Schwarzweiß Fotografie

Durch Abwesenheit von Farbe wird bei der Schwarzweiß-Fotografie der Schwerpunkt des Bildes auf Licht und Schatten, Kontraste, Linien, Formen und Komposition gelenkt. Christian Diehl gibt in diesem zweitägigen Workshop einen ersten Einstieg in die klassische Schwarzweiß Laborpraxis.

Am ersten Tag werden gemeinsam Filme belichtet, es können auch schon belichtete Schwarzweiß-Filme mitgebracht werden, die dann anschließend im Labor entwickelt werden (Negativentwicklung). Am zweite Tag werden dann Vergrößerungen erstellt, gerne von den am Vortag fotografierten Motiven und / oder von mitgebrachten Negativen. Von Vorteil wäre es, wenn man die Grundlagen der Fotografie – Blende, Verschlusszeit  – beherrschen würde, ansonsten können auch gerne absolute Neulinge mit Interesse an dem Workshop teilnehmen.

Martin Oberhäuser: Interaktive Informationsgrafik

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit den Besonderheiten von interaktiver Informationsgestaltung. Worauf muss man achten wenn Infografiken durch Echtzeit-Daten gefüttert werden oder wenn Inhalte durch den User generiert werden, in wie weit spielt die “User Experience” eine Rolle? Diese und andere Fragen möchten wir besprechen. Dabei betrachten wir auch einige Programme und Tools die zur Gestaltung von Interface Design sehr nützlichen sind wie z.B. Sketch, Principle und Invision.

Aljoscha Blau: Gouachemalerei

Gouache war und bleibt eine der vielfältigsten analogen Techniken der Illustration. In seinem Workshop gibt  Aljoscha Blau eine Einführung in diese Farben. Gouache kann dünn und transparent (sehr ähnlich wie beim Aquarell) oder pastos und deckend verwendet werden. Gouache bleibt auch nach der Trocknung wasserlöslich, so daß Teile eines fertigen Bildes wieder entfernt oder verändert werden können – woraus sich interessante Anwendungsmöglichkeiten ergeben. Durch seine langjährige Beschäftigung mit diesen Farben hat sich Aljoscha Blau einen Fundus an Techniken und Tricks erarbeitet die er im Rahmen des Workshops an die Studenten weitergibt.

 

Rabea Köjer | Luise von Grebe: Halleluja. Ausstellungsgestaltung!

Zeitgenössische Kunst im sakralen Raum – eine szenografische Herausforderung. Wir entwickeln Ideen, Moods, Prinzipien und Konzepte für ein Realprojekt in Münster.

Mittelpunkt des Workshops ist der Dialog zwischen Raum und Ausstellungsobjekten: Die St. Josephskirche trifft dabei einerseits auf ihren alten, nur in Fragmenten erhaltenen Altar und andererseits auf zeitgenössische Kunst. Vier Alumni der Kunstakademie Münster beteiligen sich mit Gemälden, Skulpturen und Installationen an dem Projekt. Wir entwickeln in drei Tagen konkrete Gestaltungsprinzipien für Ausstellung und Katalog und visualisieren sie beispielhaft. 

Mareike Wessels: play and explore – ein Typoplakat

In einem kurzen gemeinsamen Diskurs sammeln wir Fragen, Statements, Tendenzen und Wünsche, die uns als Designer beschäftigen. Aus den Ergebnissen sollen mit analogen und digitalen Gestaltungsmitteln Plakate entstehen, die durch einen intuitiven Arbeitsprozess mit Typografie und grafischen Elementen ihre Form finden. Experimentelles wie konzeptionelles Vorgehen kann dabei gleichermaßen zum Einsatz kommen. Am Ende stehen sich plakative Grafiken in einem typografischen Dialog gegenüber.

Moritz Kickler: Re-Pair

Inhalte oder Formate neu zu kombinieren, also etwas »erneut zu paaren« ist eine bereits bekannte aber erstaunlich effektive Methode um kreativ zu arbeiten. Sie ermöglicht es uns Abläufe besser funktionieren zu lassen und verbindet alte Funktionen mit neuen Aufgaben und umgekehrt. Innerhalb des zweitägigen Workshops werden wir uns intensiv mit Inspiration und Gestaltung auseinandersetzen und darüber hinaus versuchen, bereits bekannte gestalterische Methoden und Abläufe in Frage zu stellen. Gestalterisch sollen durch das zusammensetzen bereits vorgegebener Inhalte neue Ideen und Bildwelten entstehen, egal in welcher Form. Die Realisation ist frei – sowohl eine analoge als auch eine digitale Vorgehensweise ist erwünscht.